Nach der Ausbildung kommt die Weiterbildung - Mein Urlaub in der Pfalz

Anfang August war ich mit Freunden unterwegs in der Pfalz / Deutschland um andere Weingüter zu besuchen, Pfalzweine zu kosten, etwas Neues zu sehen und vor allem auch dazuzulernen. Und das ist uns gelungen: Sämtliche Weingüter haben uns freundlich und großzügig empfangen und uns ihre Art Wein zu machen näher gebracht.

Die Pfalz

Die Pfalz gilt als eines der in den letzten Jahren best entwickelsten Weinbaugebiete Deutschlands. Zudem ist es das zweitgrößte Weinbaugebiet in Deutschland - mit nicht weniger als 3.600 Winzerbetrieben auf 228 km² Anbaufläche. Da ist für jeden etwas dabei: Von eleganten Spätburgundern (Pinot Noir) bis hin zu komplexen mineralischen Riesling Weinen - zwischen 45 weißen und 22 roten Weinsorten können Weinliebhaber wählen.

Wir haben uns für den Besuch folgender Top Weingüter entschieden:

Mitglieder VDP (Verein Deutscher Prädikatsweingüter):

  • Weingut Siegrist: Hier war ich schon 2012 den Sommer über Praktikant und habe wertvolle Erfahrungen gesammelt. 
  • Weingut Dautel
  • Weingut Dr. Bürklin-Wolf (BIO)
  • Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan (BIO)
  • Weingut Knipser
  • Ökonomierat Rebholz (BIO): Hier war ich 2014 Praktikant.
  • Weingut A. Christmann (BIO)
  • Weingut Friedrich Becker

Kein Mitglied VDP:

  • Weingut Uli Metzger

Das Highlight: Fachsimpeln mit erfahrenen Winzern

Nicht nur, dass die Weine aus allen von uns besuchten Weingüter überzeugt haben, auch die Ausstattung war modern und an die moderne Weinbereitung angepasst. Jedes Weingut an sich war ein Highlight. Vor allem die Führungen meist durch die Kellermeister bzw. Chefs, die selbst den Keller führen, waren großartig. Wir hatten tatsächlich die Möglichkeit uns über jedes kleine Detail zu informieren, sowie auch ein paar Tricks der erfahrenen Weinmacher mitzunehmen. Eine unfassbare Gelegenheit für uns Maturanten!

Was uns aber besondern gefreut hat ist, dass wir von den Winzern sofort und als ebenbürtige Winzer aufgenommen wurden - so hatten wir auch viel Spaß beim fachsimpeln.

Gut Ding braucht Weile

So konnte ich fachlich sicherlich mitnehmen, dass gut Ding Weile braucht. Speziell die großen Weingüter in der Pfalz versuchen ihre Großen Gewächse (Weine aus den besten Lagen Deutschlands) so zu vinifizieren, dass diese lange gelagert werden können bzw. auch müssen um ihr Potential voll ausschöpfen zu können.

Hier wird vor allem drauf geachtet, dass der Wein lange auf der Hefe lagert um Cremigkeit hinein zu bekommen. Auch werden vor allem die natürlichen Stoffe der Hefe genutzt, um die Lagerung zu verlängern. Ein weiterer Punkt ist die Standzeit der Maische (die Dauer die angequetschten Beeren stehen zu lassen) bevor diese gepresst werden. Dadurch wird mehr Aroma aus der Schale gelaugt und das Terroir viel besser in den Wein übertragen.

Da gerade dieser Vorgang von fast allen Weingütern bei Riesling gemacht wird, werde ich mich im heurigen Jahr an unseren Grüner Veltliner versuchen und sein Potential voll ausschöpfen. Also seit gespannt, vielleicht wartet ja eine kleine Überraschung in den kommenden Weinen. :D

Mein Lieblingswein ist...

Wenn ich mich jetzt entscheiden müsste, welcher der zahlreich verkosteten Weine mir am besten Geschmeckt hat, dann würde ich … wählen. Ein Roter? Ein Weißer? Ein Riesling? Oder doch ein Würzer?

Gut dass ich nicht entscheiden muss! Jedes Weingut hatte einen andern, einen eigenen Stil. Und jeder Stil ist auf eine andere Art und Weise perfekt. Aber wie man am Bild unten sieht, haben mir einige Weine doch besser geschmeckt als andere, denn diese haben es auch in meinen eigenen, persönlichen, kleinen Keller geschafft. 

Moritz Hausdorf

Bio Jungwinzer

... hat die Weinbauschule in Klosterneuburg abgeschlossen und wird den Arkadenhof übernehmen.

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